Der Regiefehler beim Münchner Entscheid

Erster Volksentscheid gegen ein Kohlekraftwerk

Am vergangenen Sonntag stimmten 111.000 Bürger für die Abschaltung des Steinkohlekraftwerks im Münchner Norden im Jahr 2022. Sie stellten sich damit gegen den Wunsch der Stadt, dieses Kraftwerk bis 2035 laufen zu lassen.

Es verbrennt jährlich 800.000 Tonnen importierte Steinkohle zur Wärme- und Stromerzeugung und stößt jährlich zweieinhalb Millionen Tonnen Kohlendioxid aus – die Hälfte der von den Bürgern der Stadt München ausgehenden Klimabelastung! Diese Zahlen lassen erschaudern, vor allem wenn man sie mit der geplanten Restlaufzeit von 18 Jahren multipliziert – und so kam es folgerichtig zum Volksentscheid über eine frühere Abschaltung.

Denn zusammen mit dem bereits laufenden Ausbau der Geothermie müsste ab 2023 das zweite Heizkraftwerk im Münchner Süden für die Wärmeversorgung genügen. Die tief unterhalb der Stadt liegenden wasserführenden Kiesschichten sind ideal für geothermische Nutzung.

Auch das Angebot an Erneuerbaren Energien nimmt rasch zu und wird spätestens nach der Inbetriebnahme der großen Stromtrassen aus Norddeutschland ausreichend Strom liefern, abgesichert auch durch kleine zuschaltbare Gaskraftwerke. Das überzeugte eine Mehrheit von 60 % der Abstimmenden. Sie lehnten einen Betrieb des Kraftwerks Nord über fünf Jahre hinaus ab.

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Bild: bluedesign, fotolia.de

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