Siemens kann die Kohle nicht lassen

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BERLIN taz | Klimaschutzbewegung Fridays for Future kündigt Protest gegen Siemens an: „Wir werden zum Börsengang von Siemens Energy mobilisieren“, sagte Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer der taz. „Mit dieser Geschäftsstrategie, die schlicht nicht kompatibel mit dem Pariser Klimaabkommen ist, sind wir alles andere als einverstanden.“

Schon Anfang des Jahres hatte Fridays for Future groß gegen Siemens protestiert. Damals ging es darum, dass Siemens an einem Auftrag zur Lieferung von Bahnsignalanlagen festhielt, mit deren Hilfe Kohle aus einer australischen Mine der indischen Adani-Gruppe abtransportiert werden soll.

Jetzt geht es um einen ähnlich gelagerten Fall: Die frisch von Siemens abgespaltene Gesellschaft Siemens Energy will Turbinen an die Kohlekraftwerksblöcke Jawa 9 und 10 auf der indonesischen Insel Java liefern, wie Tagesspiegel Background in der vergangenen Woche zuerst berichtete. Ab 2024 sollen die neuen Anlagen mit zwei Gigawatt Leistung in Betrieb gehen.

„Jawa 9 und 10 werden auf Jahrzehnte unsere Atemluft verschmutzen, die Lebensgrundlagen unserer Gemeinschaften zerstören und den Klimawandel weiter verschlimmern“, sagt Yuyun Indradi, Geschäftsführer der indonesischen Organisation Trend Asia, die gegen die neuen Blöcke kämpft.

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